Quer durch Europa

 

ein Tag in Magdeburg


 

Bevor die Tage kürzer werden und die trostlose Jahreszeit beginnt, haben wir uns für einen "Oktober-Tagestripp" nach Magdeburg entschieden. Wie immer sind wir mit unserem Hausreisebüro "Bertsch-Reisen Falkensee" und einer netten Reisegruppe auf Tour gegangen.

Magdeburg - vor vielen Jahren war ich beruflich in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, kann mich aber nur noch an den Dom erinnern... sicherlich, die Stadt hat sich in all den Jahren verändert... meine wagen Erinnerungen sind wieder lebendig geworden...

 

Magdeburger Dom - 

                     rund um den Domplatz

 Der Dom zu Magdeburg - das Wahrzeichen der Stadt (Seitenansicht von Norden)

 

 

Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina - das ist der offizielle Name des Doms. Die Kirchenglocken des Doms hängen im Nordturm. Von den einst 10-15 mittelalterlichen Glocken sind noch 5 erhalten. Die Glocke Susanne wieg 9 Tonnen,

 937 gründete Otto I. der Große das Kloster St.-Mauritius - damit begann die Entstehung des Magdeburger Doms  

  • Der Dom ist evangelische Pfarrkirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
  • Der Dom wurde ab 1207 gebaut - es ist der erste gotische Kathedralenbau auf deutschem Boden 
  • Geweiht wurde der Dom 1363   
  • Der Dom ist auch die Grabkirche Ottos des Großen, erster Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und seiner ersten Frau, Königin Editha. Der Bau des gotischen Neubaus der Kathedrale dauert von 1209 bis zur Vollendung der Türme im Jahre 1520 --> 300 Jahre!!
  • Jährlich besuchen rund 100.000 Touristen den Dom
  • Seit 2005 ist der Turm begehbar


 Innenansichten 

das monumentale Bauwerk im Foto festzuhalten und dabei die Schönheit und Größe zu dokumentieren, erwies sich als äußerst schwierig - die hier ausgestellten Bilder vermögen nur einen wagen Eindruck vermitteln...

Hauptorgel in der Westempore -


Im Dom befinden sich heute vier Orgeln:                  die Querhausorgel, die Truhenorgel,  die Orgel der Firma Glatter-Götz und die Hauptorgel der Firma Schuke, Potsdam

In 2006 wurde mit dem Bau der Orgel begonnen, 2008 erfolgte die Einweihung. Kosten: 3,8 Mio DM.

Die Orgel ist 14,75 m hoch; 10,75 m breit; 9,14 m tief. Gewicht: 37 Tonnen. Bestückt mit 93 Register, 6139 Pfeifen, die über vier Manuale und ein Pedal gespielt werden.

Innenansicht - das Chorgestühl stammt von 1363

Innenansicht (seitlicher Teil)

Hauptaltar; Kanzel links im Bild

Detail (über dem Hauptaltar)

Spätrenaissance-Kanzel aus Alabaster (weicher Gipsstein) 1795 von Cristoph Kapup gebaut

Tür zur Kanzel

vermutlich der Beichtstuhl (li, Aufgang zur Kanzel)

Fenster

Grabmal der Königin Editha aus dem Jahre 1510 - Der Prunksarkophag ist 14o cm hoch;  123 cm breit und 228 cm lang 

Relief am Grabmal der Königin (Kunigunde und Adelheid)

Magdeburger Ehrenmal (von Ernst Barlach von 1929) - Gedenken an die Oper im Ersten Weltkrieg

Blick in einen Seitengang des Doms

eine der schönsten gotischen Skulpturen im Inneren



 rund um den Domplatz

 moderne Büro- und Geschäftsgebäude (das rosafarbene Gebäude ist das Hundertwasserhaus)


Landtag von Sachsen-Anhalt (re. i. Bild)

Blick auf den Landtag -  bürgerlich-barocke Fassade. Umbau zum Sitz des Landesparlaments kostete 44,89 Mio € (nachzulesen in Broschüren)

Landtag re.

Landtag - vorher Ing.-Schule für Wasserwirtschaft

Figurengruppe


die Steinplatten erinnern an historische Ereignisse:

937 Gründung des Moritzklosters zu Magdeburg

 

 Kathedrale St. Sebastian (römisch-katholisch) in der Altstadt

  •   - 1015 Grundsteinlegung 
  • - 1489 eingeweiht, nach Umbauten im gotischen Stil
  • - 1573 Umwandlung von katholischen in protestantisches Stift
  • - 6131 brannte die Kirche nieder, im Zweiten WK zerstört,
  • - 2005 endgültiger Abschluss der Baumaßnahmen

Hauptostgebäude

modernes Hotel in der Altstadt

Wohnbauten in der Altstadt gegenüber Kloster unser Lieben Frauen

Stadtwappen

 

Kloster Unser Lieben Frauen

Das Kloster Unser Lieben Frauen befindet sich in der Magdeburger Altstadt - es zählt zu den bedeutendsten romanischen Anlagen in Deutschland. Die Gebäude des Klosters werden heute für zeitgenössische Kunst genutzt.

Die Klosterkirche wurde zur Konzerthalle umgebaut (mit Fußbodenheizung)

 Das Kloster wurde als Marienstift um 1015  gegründet. Um 1063 hat man das Kloster neu errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kloster stark beschädigt. Von 1947-1949 erfolgte der Wiederaufbau der beschädigten Gebäudeteile. Bis 1999 dauerten Restaurierungsmaßnahmen.


Kloster Unser Lieben Frauen mit Klosterkirche und Kunstmuseum - das geöffnete Spiegelfenster reflektiert die Bäume auf dem Vorplatz

Klosterkirche - ein beeindruckendes Bauwerk

Gruppe vor dem Klostermuseum

Kunstinstallationen mit Lichtreflektionen im "Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen"

Mexikanische Skulptur vor dem Kloster

"Der Himmel ist ein Platz wo nichts passiert" (Klostergarten mit Brunnenhaus)

Relief auf einer Eingangstür zum Kloster

Türknauf

  Glocken im Kreuzgang

Bronzeplastik   "Lebenszyklus" am Kloster Unser Lieben Frauen

 

Die grüne Zitadelle in Magdeburg

    ist eine "Oase für Menschlichkeit und für die Natur in einem Meer von rationellen Häusern" so beschrieb Friedensreich Hundertwasser seinen Entwurf für die grüne Zitadelle. (Quelle: Broschüre)

Seit 2005 steht die grüne Zitadelle am Breiten Weg in Magdeburg, in unmittelbarer Nähe des Domplatzes und des Landtages. Die grüne Zitadelle war das letzte von Hundertwasser entworfene Projekt. Die Fertigstellung hat er nicht mehr erlebt (gest. 19.2.2000).


Innerhalb von zwei Jahren wurde das Projekt im Wert von 27 Mio € geschaffen. Die künstlerische Leitung oblag einem österreichischen Unternehmen. Die Bezeichnung "Grüne Zitadelle" bezieht sich auf das mit Gras bewachsene Dach sowie die zahlreichen Bäume im und am Haus. Das Projekt umfasst u.a. 55 Wohnungen, ein Theater, Restaurant, Café, Kindergarten, Arztpraxen u.w.

Blick vom Domplatz auf die "Grüne Zitadelle"

Zugang zum Innenhof

Innenhof mit Gastronomie  u. kleinen Läden

gemütliche Gaststube

im Oktober wurde schon weihnachtlich dekoriert

ein weiterer Blick in den Innenhof

 Die "Grüne Zitadelle" von der Breiten Straße aus gesehen

 rechts im Bild sind die Türme des Doms zu erkennen

 lustig , bunt, skurril ...

lustig, bunt, fröhlich - das Hundertwasserhaus

ein Baum schaut zum Fenster heraus

Wer war Friedensreich Hundertwasser ?

ein österreischicher Künstler, geboren am 15.12.1928 in Wien, gestorben am 19.02.2000 auf der Queen Elisabeth2 vor Brisbane. Begraben auf seinem Grundstück in Neuseeland, unter einem Tulpenbaum.                                                                -->

rund um den Turm... an besonderen Tagen sind Besichtigungen des Turm und einiger Wohnungen möglich...

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Friedensreich Hundertwasser hat sich überwiegend der Malerei gewidmet, setzte sich aber in den 1950 Jahren mit der Architektur auseinander.  Seie Philosophie war, eine Architektur zu schaffen, die im Einklang mit der Natur steht.  In Publikationen und Vorträgen wandte er sich  gegen die Kernenergie, sprach über die Rettung des Regenwaldes, die Rettung der Meere. Hundertwasser hat viele Auszeichnungen erhalten u.a. den Österreichischen Naturschutzpreis ...

Ich habe mich bereits vor vielen Jahren für die mannigfaltige Kunst  und das Wirken von Hundertwasser interessiert und einige Bücher darüber gelesen... Mit dem Besuch der "Grünen Zitadelle" ging mein Wunsch in Erfüllung, diese  Architektur zu erleben...

(Quelle dieser Informationen: eigene Printmedien)                   

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