Quer durch Europa

 

Wir besuchen Tirols barocke Perle - das Stift Stams 

                                   und fahren zum Rechenpass

 



der Ort Stams liegt im oberen Inntal, 35 km von Innsbruck entfernt. Erste urkundliche Erwähnung in 1065. Stams ist heute bekannt durch einen einzigartigen Kulturschatz, dem Stift Stams und mehreren dazugehörigen Einrichtungen zur Weiterbildung. In Stams leben ca. 1300 Menschen in beschaulicher Eintracht mit der Natur...



Blick auf die Zisterzienserabtei

die Zwiebeltürme wurden um 1690 - 1700 errichtet


Das Kloster wurde in 1273 als Familienstiftung gegründet und sollte auch Tiroler Landesfürsten als Grabstätte dienen. Klostergründer: Eheleute Meinhard II, Graf von Görz-Tirol und Elisabeth von Bayern.

Das Kloster entwickelte sich recht bald zu einem wirtschaftlichen Zentrum in der Region: Besitzrechte wurden geändert, das Kloster erhielt auch die Gerichtsbarkeit über das Dorf Stams... Nach Ende des Zweiten WK übernahmen wieder Zisterziensermönche das Kloster und entwickelten es zu einem Bildungszentrum. Pachtrechte an Siedler wurden vergeben.

Heute ist das Kloster ein touristischer Anziehungspunkt, Produktionsstätte und Bildungsort zugleich


wir warten auf die Führung und hofften von einem Klosterbruder geführt zu werden. Nein, eine junge Französin führte uns durch die Prunkräume...

das Kloster betreibt ein Museum, einen Klosterladen, eine Schnapsbrennerei, eine Alm...


Rundgang durch die Stiftskirche Stams

prachtvolle Ausstattung der Basilika (Panorama aus 6 Einzelbildern)

Hochaltar - 19 m hoch - stellt den Lebenszyklus dar

 

Hochaltar: Maria mit dem Jesuskind

Hochaltar: 12 Apostel

Hochaltar (Kurzvideo, klick auf das weiße Dreieck)



Der frühbarocke Lebensbaum-Altar ist wohl das berühmteste Kunstwerk der Basilika. Der Künstler Steindle aus Weilheim hat es erschaffen (1609-1613): 84 holzgeschnitzte, teils vergoldete Figuren, sind in den Ranken des Lebensbaumes gruppiert. Als edelste Frucht am Baum ist Maria mit dem Kind Jesus zu sehen.


prunkvoll verzierte Seitenaltäre -->


filigranes Chorgitter mit Blick auf die Chororgel v. 1757 mit noch teilweise erhaltenem Pfeifenwerk

Gruft Tiroler Landesfürsten und ihrer Gemahlinnen 

Der Bernaditrakt, 1719-1729 gestaltet, ein prunkvoller Raum über dem Saalgeschoss

Bernaditrakt mit prunkvollen schmiedeeisernen Gittern verziert

Deckenmalereien, die seit 1732 nicht mehr restauriert wurden     

Decken und Gesims reicht verziert

idyllisch gelegene Stift Stams - mit 30 Angestellten gehört das Stift zu den wichtigsten Arbeitgebern im Ort. Zwei Wasserkraftwerke versorgen das Stift mit Strom, ein Teil wird als Ökostrom in das öffentliche Netz gespeist.


Auf dem Rechenpass

der Rechenpass (1507 m) ist ein Gebirgspass in den Tiroler Alpen. Der Pass verbindet den Vinschgau (Südtirol/Italien) mit dem Oberinntal (Tirol/Österreich). Der Rechenpass ist eine wichtige Nord-Süd-Verbindung über die Alpen.

Derzeit wird an einem riesigen Hotelkomplex gebaut... wird eines Tages die Bergwelt zurückschlagen und uns für die enormen Eingriffe in die Natur bestrafen?

Aussichtsplattform

Eine Tafel an der Aussichtsplattform gibt wie folgt Auskunft über das Gebiet Rechenpass:

"Mit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher begann die Rückeroberung der Alpen. Obergurgl war um 11.000 vor Christus eisfrei. Bald danach jagte der Mensch dem Wild im Hochgebirge des hinteren Ötztals nach. Etwas taleinwärts von Obergurgl gelegen, befindet sich die Örtlichkeit "Am Beilstein" 2.120 m hoch, eines der ältesten bekannten Jägerlager aus dieser zeit.

Obwohl die Jagd im Hochgebirge noch lange wichtig blieb, eignete sich der Mensch langsam eine sesshaftere Lebensweise mit Ackerbau und Viehzucht an. Hirten mit Weidetieren sind bereits vor 6.300 Jahren... hierher gekommen. Im flachen Gelände auf der gegenüberliegenden Talseite sind in 2.500 m Höhe in Hirtenhütten Feuerstellen der Bronzezeit gefunden worden, die mindestens 3.500 Jahre alt sind..."

Megabaustelle höchstwahrscheinlich mit toruistischen Superlativen

 Dieser Anblick hat mich erschüttert...Motorräder und Pkw warten auf "Durchlass" 

Baustelle so weit man schauen kann - alles für den Tourismus - für Geld wird die Welt zerstört...

die Gäste des Hotels werden mit Pkw und Bussen hochkutschiert und bestaunen die Bergwelt aus dem Fenster

Blick auf die Baustelle

auch auf dem gegenüberliegenden Gebirgszug wird tief in die Landschaft eingegriffen und gebaut

Blick von der Aussichtsplattform

 



Wie lange noch bleibt uns dieser Panoramablick erhalten?










weiter zum Rechensee





der Rechensee - Lago di Resia (italienisch) 

im Vinschgau an den Ausläufern des Ötztals






Der Glockenturm der Pfarrkirche St. Katharina wurde 1357 geweiht  und steht unter Denkmalschutz - der historische Kirchturm von St. Katharina, der aus dem See ragt, ist das Einzige, was von dem Ort Alt-Graun übrig geblieben ist.

Die Reste des Ortes Alt-Graun befinden sich auf dem Grund des Rechensees  

Der Rechensee ist ein Stausee, entstanden 1950 für die Stromgewinnung

Alt-Graun im Vinschgau/Südtirol ist ein kleines Dorf mit 370 Einwohnern. Der Ort wurde vor der Flutung am Talrand wieder aufgebaut und die Bevölkerung umgesiedelt

Tafel am Tourismuspunkt

am See entlang

der Rechensee - ein Mekka für Kite-Surfer (Lenkdrachensegeln)

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